1,2, Polizei - Kriminalisierte Kinder und Privatisierung der Gefaengnisse in den USA
So bieten Betreiber privater Gefängnisse den Kauf von staatlichen Gefängnissen an, ganz im Sinne der kurzfristigen Liquidität des Staates, der dann weiterhin einen monatlichen Obulus zahlt, jedoch auch von mancherlei Kosten für den Betrieb des Gefängnisses freigestellt wird. Um dies aber für den Betreiber noch "rentabel" zu gestalten, fordern die Betreiber eine Auslastungsgarantie.
Ein Beispiel hierfür ist die Corrections Corporation of America (CCA), die sich jüngst an 48 Senatoren wandte und anbot, die bisher staatlich geführten Gefängnisse aufzukaufen]. Für die klamme Staatskasse würden immerhin 250 Millionen US-Dollar einen kleinen Goldregen bedeuten, der jedoch nicht ohne Bedingungen angeboten wird. So würde der Vertrag mindestens 20 Jahre laufen, könnte danach jedoch verlängert werden. Viel wichtiger ist jedoch, dass der staatliche Partner eine Auslastung von 90% gewährleisten muss
"Physical requirements for facilities that would be eligible for purchase by the fund would include:
(Quelle: Huffington Post)
- A minimum rated occupancy of 1,000 beds;
- A structure age of no more than 25 years;
- A designation that the structure is suitable for immediate occupation or is already occupied by an inmate population; and
- An assurance by the agency partner that the agency has sufficient inmate population to maintain a minimum 90 percent occupancy rate over the term of the contract."
Sobald also die Gefängnisse in die private Hand wandern, muss der staatliche Partner dafür sorgen, dass es nicht etwa weniger Verhaftungen und Verurteilungen gibt, sondern diese immer einen permanenten Nachschub (davon ausgehend, dass Gefängnisinsassen entlassen werden oder schlichtweg auch sterben) gewährleisten.
Denkt keiner an die Kinder? Aber ja doch...
Es ist insofern nur logisch, auch weiterhin unter anderem Kinder zu kriminalisieren. Und dies führt direkt zu den Schulen, wo die privaten Sicherheitsdienste und die Polizei nunmehr auch bei Verhaltensweisen gerufen werden, die "früher" (TM) höchstens zu einer kurzen Verwarnung geführt hätten.
Eine mehr traurige als belustigende Auflistung solcher Vorkommnisse findet sich auf der Seite "Endoftheamericandream.com". Die Liste reicht von der 12jährigen Sara, die von den Mitschülern wegen ihres Geruchs gehänselt wurde und daraufhin Parfum auf ihrem Nacken verteilte, über einen Jungen, der wegen Rülpsen in Handschellen abgeführt wurde, bis hin zu einem Jungen, in dessen Taschen sich 200 US-Dollar befanden, was dazu führte, dass der Junge sich bis auf die Unterwäsche ausziehen musste, um zu zeigen, dass er nicht mit Drogen dealte – unter den wachsamen Augen von Erwachsenen, die weder seiner Aussage, er wolle nach der Schule einkaufen gehen, noch dem Wunsch, seine Eltern mögen angerufen werden, Aufmerksamkeit zollten.
Bedenkt man die "Three Strikes"-Politik in den USA, so können nicht nur die kleinen Fehlverhalten selbst schon in einem Aufenthalt im Jugendgefängnis resultieren, vielmehr könnten sie sich summieren, so dass bereits die dritte Bagatelle mit einem langfristigen Gefängnisaufenthalt endet.
Diese Politik schließt nicht einmal Menschen mit Behinderungen aus.
"Children with disabilities are particularly vulnerable to the consequences of police in schools. Simpkins describes the case of a boy with attention deficit disorder who as a 12-year-old tipped a desk over in class in a rage. He was charged with threatening behaviour and sent to a juvenile prison where he was required to earn his release by meeting certain educational and behavioural standards.
"But he can't," she said. "Because of that he is turning 18 within the juvenile justice system for something that happened when he was 12. It's a real trap. A lot of these kids do have disabilities and that's how they end up there and can't get out. Instead of dealing with it within school system like we used to, we have these school police, they come in and it escalates from there." (Deborah Fowler, deputy director of Texas Appleseed, an Austin legal rights group,)
Für die gewünschten Auslastungen der Gefängnisse dürfte also gesorgt sein, die Leidtragenden sind hier (nicht nur) die Kinder, die z.B. schon bei einer einmaligen Verurteilung nicht mehr für die oft notwendigen Stipendium bei Aufnahme eines Studiums in Frage kommen oder in den Gefängnissen landen und somit auf Grund von Bagatellen manchmal schon von frühere Kindheit an mit einem Stigma behaftet sind. Dabei wird in den Schulen nicht mehr unterschieden, ob Geschehnisse tatsächlich ein Eingreifen der Polizei erfordern, sondern sämtliche Disziplinarmaßnahmen werden auf die Ordnungshüter abgewälzt. Die Kriminalitätsraten steigen somit weiter, die Polizei benötig mehr Personal und Befugnisse, die Gefängnisse sind weiterhin ausgelastet und bei jeder weiteren Kriminalisierung von einst ganz normalen Verhaltensweisen wird entweder der Grundstein für kriminelle Karrieren oder für zwangsweise angepasste Kinder gelegt.
how fucked up is THAT??!!
Parenting advice from Jill Smokler: Faking It
I don't ever recall seeing my mom flustered or overwhelmed. I can count on one hand the number of times I heard my father really yell and the single time I heard my mom utter the F word is forever burned in my brain. They could shoot a single look, which would snap my brother and me into instant obedience -- one that I would pay a million dollars to possess now, as a parent. Back then, my mom and dad had all of the answers to every question I asked, and guiding us just seemed effortless.
As an adult, I know that my parents didn't have all the answers or do everything the right way, but they did fake it really well. Or, at least well enough to fool me as a child. I never once questioned that they knew what they were doing or had any doubts themselves. Maybe that's the key to parenthood: Pretend you know what the hell you're doing until your kids know better than to believe it.
Unlike me, my children will never have the luxury of thinking that I'm anything other than a completely flawed human being. I raise my voice more often than I'd like to admit and my kids don't flinch when they hear a curse word pass my lips, because it's simply not all that rare of an occurrence. They've seen me cry out of frustration and witnessed me slam the door in an effort to scare them into listening to me. They've seen me stressed out and sad and confused and angry. They've heard me answer with an "I don't know" when I truly just don't. For better or worse, they know me exactly for who I am
that's the way to do it...

